Tag 1- Anreise
Anders als geplant, das heißt mit einem anderen ICE ging es pünktlich ab Berlin Hbf zum Zielort Essen- der größten Stadt im Ruhrgebiet. Die Umdisponierung ist aufgrund von streikbedingten Zugausfällen notwendig gewesen, entsprechend voll waren die Gänge in den Großraumwagen und die Reisenden auch teilweise sehr genervt. Da wir über Sitzplatzkarten verfügten ließ uns das alles relativ locker.
Umsteigen am Hauptbahnhof in einen Bus, „zielsicheres“ suchen unserer Unterkunft und beziehen unserer Zimmer- der Tag endete für die meisten von uns relativ frühzeitig.
Tag 2
„Magarethenhöhe“
Am zweiten Tag unserer Kursfahrt besichtigten wir die Magarethenhöhe in Essen. Dort haben wir an einer zweistündigen Besichtigung teilgenommen. Die Magarethenhöhe ist eine „Stadt in der Stadt“. Diese Siedlung war damals errichtet worden, um den Arbeitern aus der Mittelschicht einen angenehmen Wohnraum zu bieten. Heute wird diese immer noch als Wohnort genutzt. Während wir durch die Straßen gingen und uns die verschiedenen Plätze gezeigt wurden, erzählte uns die Angestellte des Ruhr-Museums die Geschichte der Magarethenhöhe und der Krupp-Stiftung. Sie erklärte uns außerdem, anhand der verschiedenen Baustile und Kunstwerke die architektonischen Besonderheiten der urigen Stadt. Die Führung endete in einer original eingerichteten Musterwohnung aus der damaligen Zeit.
Tag 3
„Oberhausen – Gasometer- Centro“
Der dritte Tag begann mit um 8.30Uhr. Wie immer erschienen wir alle zum Frühstück und dann fuhren wir nach Oberhausen. Es stürmte und wir mussten echt aufpassen, dass wir nicht wegfliegen. Wir besichtigten das Gasometer, welches früher als Gasspeicher genutzt wurde. Heutzutage finden dort Ausstellungen statt. „Sattelitenbilder der Erde“ war das Thema und wir hatten die Möglichkeit unsere Erde näher kennen zu lernen und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Danach war Shoppingzeit. Die Mädchen und auch Jungen fühlten sich im größten Einkaufszentrum Europas, das „Centro“, sichtlich wohl.
Tag 4
„Stadionführung Schalke 04“
Am letzen Tag der Kursfahrt sollte es für uns nach Gelsenkirchen Buer gehen, um das „Stadion“, welches eigentlich keines ist, zu besichtigen. Diese von unserem Museumführer so hoch gelobte Arena, mit ihren angeblich so vielen Vorteilen, ist nichts weiter als eine überdimensionale Turnhalle in der ansonsten sehr tristen Gelsenkirchener Landschaft, die mit einem Stadion im eigentlichen Sinne rein gar nichts mehr zu tun hat! Zweifelsohne mag die Stimmung bei einem Spiel des FC Schalke gut sein, jedoch ist dem deutschen Fußball mit dem Umzug von Schalke vom altehrwürdigen Parkstadion in die völlig traditionslose Arena (den Sponsornamen vergesse ich einfach mal), ein weiterer Schritt weg von alten Traditionen und hin zum modernen und kommerziellen Fußball gelungen. Sollte diese Entwicklung anhalten, wonach es zur Zeit leider aussieht, können die Stadien bzw. „Arenen“ noch so toll gebaut sein, eine schöne Fußballatmosphäre mit singenden, tobenden Fans wird es dann irgendwann nicht mehr geben, da die Fanszenen an der zunehmenden Kommerzialisierung kaputt gehen. Abgesehen davon war die Führung sehr interessant. Zu sehen bekamen wir den Blick von einer Tribüne, das Innenleben der Arena, die Heimumkleidekabine und einen Blick vom Spielertunnel aus auf die Ränge. Der anschließende Besuch des Clubeigenen Museums war ebenfalls sehr interessant und rundete das Vormittagsprogramm des letzten Tages gut ab.